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Glücklich und stolz - Friseur-Oscar im HairSzenario angekommen


20.03.06 - Fulda - "Da gibt es nun in der - sicher nicht zur allerersten Reihe der deutschen Modemetropolen gehörenden - Bischofsstadt Fulda einen der ungewöhnlichsten Salons Deutschlands".




Mit diesen Worten leitete Jury-Mitglied Wolf Davids die Laudatio für den neuen "Top Salon 2006" ein. Die Preisrichter lobten, bei "hair szenario" am Luckenberg in Fulda werde "sichtbar, was im Friseurberuf alles möglich ist, wenn zwei Qualitäts- und Servicefanatiker kompromisslos den Traum vom idealen Salon verwirklichen".

Zwar wurden dabei auch die Beratungsmethode mit biometrischer Analyse ("..vom Touchscreen mit dem Ergebnis direkt auf den Monitor - hier wäre Bill Gates Kunde..."), das Ambiente mit edelsten Materialien, die durchdachte Ergonomie oder Hotel-, Braut- und Limousinenservice genannt.


Doch am Ende würdigten die Preisrichter das, weswegen das Team des Salons "HairSzenario" den "Friseur-Oscar" im deutschsprachigen Raum geholt hat: von dutzenden unerkannten Testkunden bekam der Salon 99,8 Punkte von 100 möglichen Punkten. Fernab von allen "Event-Angeboten" anderer Wettbewerbsteilnehmer - wie Nobelboutique, Weinhandlung, Kundenbibliothek oder Wellness-Spa - überzeugten die Fuldaer vorrangig wohl ganz einfach mit fachlicher Qualität und Einfühlung in die Kunden.



Bild: Top Hair International... Salon des Jahres

Mit dem Titel „TOP Salon 2006“ für den besten Friseursalon im gesamten deutschsprachigen Raum ist „HairSzenario“ aus Fulda ausgezeichnet worden. Die Verleihung gilt als „Oscar“ der Branche und wurde gestern bei der Friseur-Fachmesse „Top Hair International“ vor 3.000 Friseurfachleuten und Messebesuchern an die Inhaber Uschi und Manfred Hohmann (Hilders) verliehen ("Osthessen-News" berichtete kurz). Heute Mittag stellten sich das Friseurmeister-Ehepaar Hohmann und 13 Mitarbeiter, allesamt glücklich und stolz, den Medienvertretern von Print, Radio, Fernsehen und online-Stationen.

Uschi und Manfred Hohmann werten die Auszeichnung vor allem als "Team-Leistung". Aber darin steckt auch Anerkennung für ihr langjähriges Engagement, Fachkönnen und Ausbildungseinsatz in eigenen Friseursalons in Fulda, Hünfeld und Hilders. Und mittelbar ist der „Friseur-Oscar“ ebenso eine Bestätigung für unternehmerischen Mut: Hohmanns hatten im April 2005 mitten in der - oft als problematisch eingestuften - Fuldaer Innenstadt einen Salon mit besonderem Konzept eröffnet und waren von Branchenkennern gewarnt worden: sowas laufe in einer Provinz wie Fulda doch nicht.

Bild: Top Hair International... Salon des Jahres


Zur Preisverleihugn waren die Hilderser Betriebsinhaber mit 12 Mitarbeitern nach Düsseldorf gefahren: "Denn es ist eine Teamleistung - alle mussten sich schulen und wieder schulen lassen, alle haben sich angestrengt. Deshalb ist es auch ein Teampreis". Die Fuldaer Truppe wusste nur: wir sind für einen der drei Plätze nominiert. "Allein schon unter den ersten drei zu sein, ist eine Granatenleistung. Klar macht man sich Hoffnungen .... aber bei dieser starken Konkurrenz rechnete ich eher mit dem 2. Platz. Immerhin ist der nominierte Salon >Aveda Lifestyle & Spa" in Berlin das Flaggschiff von Estee Lauder in ganz Deutschland", sagte Manfred Hohmann heute bei der Pressekonferenz. Und die Spannung vor der Verleihung war schier unerträglich: durch Zeitverzug mussten alle eine Stunde hinter der Bühne warten. "Das war so nervenaufreibend. Als der zweite Platz (Salon Morante aus Essen) gerufen wurde, haben wir hinterm Vorhang alle aufgeschrien und gejubelt". Und ein paar Tränen sind nicht nur bei Manfred Hohmann geflossen.


Auch heute noch war "der Boss", wie der 48-jährige innovationsfreudige Unternehmer in der Unternehmensbroschüre benannt wird, irgendwie durcheinander. "Jetzt kann ich den Franz Beckenbauer verstehen, als er nach dem Gewinn des Fußfall-Weltmeistertitels 1990 in Rom so ganz alleine auf dem Platz rumlief. Sowas muss man erst mal verkraften". Doch abgesondert haben sich Hohmanns nicht: in der vergangenen Nacht wurde alles für den heutigen Tag vorbereitet und nach dem Pressegespräch mit einem ausgesprochen delikaten Mittagssnack des Caterers "Zuspann à la carte" schleppten die Meister mit ihren Mitarbeitern die Stehtische wieder beiseite, machten den Salon - der heute Vormittag ausnahmsweise leer blieb - wieder "schnittfertig" und freuten sich auf eine Feier mit ihren Stammkunden am Mittwochabend. Vielleicht ein Beweis für das heute gegebene Versprechen: "Wir sind bodenständig und das bleiben wir auch".

Beim Pressegespräch heute waren auch interessante Einzelheiten aus dem Wettbewerb zu erfahren. Um den Titel hatten sich 715 Friseursalons aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beworben. Nach der Anmeldung musste eine Präsentation eingereicht werden, Betriebswirtschaftszahlen belegt, Aus- und Weiterbildung nachgewiesen werden. Genau 179 kamen in die Endausscheidung. Und dann ging es erst richtig los: Woche für Woche kamen fünf Testkunden, die allerdings unerkannt blieben. "Sonntags abends wurde allen mitmachenden per SMS mitgeteilt, ob sie noch drin waren oder ausgeschieden sind. Einmal kam die SMS nicht - da haben wir schon gedacht: Das wars. Aber es hatte nur technische Probleme gegeben und am Montag wurde uns mitgeteilt: ihr seid dabei," erinnerte sich der 48-jährige Unternehmer.



Bild: Uschi und Manfred Hohmann

Im Lauf des Wettbewerbs ließ der Salon in Fulda eine Menge "großer Namen" der Branche - darunter Vidal Sasoon aus Berlin, Dieter Keller aus Stuttgart, Willi Kuhn aus Zürich, Bundy & Bundy aus Wien, Nicolaisen aus Hamburg oder Joubert aus Lausanne - hinter sich. Die Jury setzte sich zusammen aus "Top Salon“-Gewinnern früherer Jahrgänge, daruner Journalisten, Vertretern des „Deutschen Instituts für Wirtschaftswissenschaften und Innovation“ aus Koblenz, dem Testinstitut „Multisearch“ (München) und dem Verleger des branchengrößten Fachmagazins „TOP HAIR International“, das in 17 Sprachen erscheint.

Bild: Uschi und Manfred Hohmann


Das innovative Programm - mit dem „hair szenario“ am Luckenberg in Fulda nun „bester Friseursalon in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ wurde - besteht aus „4 Salons unter 1 Dach“: Classic für Damen, Luxury Lounge für besondere Individualität und Komfort, Barbershop für Herren und - in Branche unüblich - ein herstellerunabhängiges Angebot für Haardiagnose und Pflege.


Uschi und Manfred Hohmann haben sich allerdings schon immer an „Neues“ herangewagt: sie haben als erstes Friseurunternehmen im Raum Fulda ihre Dienstleistungen bis 20 Uhr angeboten und spezielle Salons für „Schnittpreis je nach Zeitaufwand“ oder tageszeitenabhängige „Börsenpreise“ (gestern ab 14 Uhr wenig Nachfrage = heute ab 14 Uhr niedriger Preis) eingerichtet. Es gab Stylingparties, Samstags Croissants zum Tönen oder Freitags „Cocktailstunde“ zum Fönen und in einer eigenen Karriereschule wird nicht nur der eigene Nachwuchs aus- und weitergebildet.


Mit manchen Dingen waren Hohmanns ihrer Zeit jedoch voraus: das reguläre „Freitags bis 22 Uhr“-Angebot wurde nur wenig genutzt und die „Styling-Bar zum Selberfönen“ setzte sich bei den Kunden auch nicht durch. „Das macht nichts. Wir sind kundenorientierte Unternehmer - das heißt ja: immer wieder was unternehmen und die Kunden entscheiden dann, was sie wollen und was nicht“, sagt Manfred Hohmann dazu. Und wenn sich die Wünsche der Menschen ändern, setzt er dies eben um: im 1. Konzept-Salon „hair szenario“ in der Lindenstraße 1995 war es „in“, Männer und Frauen nebeneinander zu bedienen. Am Luckenberg gingen Hohmanns 2005 davon wieder ab: „Unisex ist out - heute möchten unsere Kunden lieber wieder getrennt verschönert werden. Und die Herren sind auch selbstbewusster geworden und wagen untereinander modischere Frisuren“, hat der 48-jährige Friseurmeister festgestellt.


Das Friseurunternehmen Hohmann beschäftigt derzeit 70 Angestellte und besteht in diesem Jahr aus 4 hair szenario Salons, einem Lizenzunternehmen, 2 Pony-Clubs, 2 Verkaufsshops, 1 Friseur-Großhandel, einer Seminar- und Weiterbildungsschule. „Keimzell“ war das 1950 gegründete Geschäft von Manfreds Vater, dem Friseurmeister Vinzenz Hohmann, der in den 50er und 60er Jahren schon mehrfach nationale und internationale Branchenpreise in die Rhön holte. In diesen 56 Jahren wurden rund 250 junge Frauen und Männer im Friseurhandwerk, das auch eine Kunst ist, ausgebildet. +++